Daniel Köllerer hält bei den ATP Salzburg Indoors die rot-weiß-rote Fahne hoch! Der als Nummer drei gesetzte Oberösterreicher setzte sich im Viertelfinale des mit 64.000 Euro dotierten Challenger-Turniers gegen den Jamaikaner Dustin Brown in einer ebenso spannenden wie unterhaltsamen Partie mit 7:6 (7/3), 0:6, 6:4 durch. In der Runde der letzten Acht trifft die heimische Nummer zwei nun auf den Finnen Jarkko Nieminen, der den Vorarlberger Martin Fischer mit 6:1, 6:3 besiegte.
Die unkonventionelle Spielweise von Rastaman Brown gab Köllerer einiges aufzulösen. Nachdem der Welser den ersten Satz im Tiebreak gewonnen hatte, gab er den zweiten nach einem frühen Break schnell verloren. „Da habe ich Kraft für den dritten Satz gespart, in dem ich noch einmal alles hineingelegt habe“, meinte Köllerer, der in dieser Partie in manchen Szenen auch dem „Crazy Dani“ freien Lauf ließ und sich mehrmals sowohl mit dem Schiedsrichter als auch dem Personal an den Linien anlegte.
Im Entscheidungssatz nahm Köllerer seinem Gegner den Aufschlag zum 4:3 ab. Beim Stand von 5:4 musste er bei eigenem Service noch einen Breakball abwehren. Nachdem diese Gefahr gebannt war, verwertete Köllerer nach 2:03 Stunden den ersten Matchball zum Sieg. „Das war heute keine überragende Leistung, aber ich bin froh, dass ich die Partie gewonnen habe. Ich muss ehrlich sagen, dass sich Brown unglaublich entwickelt hat und ein völlig verrücktes Tennis spielt. Er gibt dem Gegner überhaupt keinen Rhythmus, und der Aufschlag ist ein Wahnsinn“, rang Köllerer die Leistung des Weltranglisten-146. Respekt ab.
Am Freitag kommt es in der Salzburgarena nicht vor 18.00 Uhr im Viertelfinale gegen Jarkko Nieminen zur Neuauflage des Erstrundenduells bei der Bank Austria TennisTrophy in der Wiener Stadthalle, das Köllerer Ende Oktober mit 6:1, 6:2 klar für sich entschieden hat. „Nachdem ich heute auf der Stelle getreten bin, hoffe ich, dass ich gegen Nieminen wieder ein, zwei Schritte nach vorne machen kann. Nach dem Sieg in Wien gehe ich mit einem guten Gefühl in dieses Match“, sagte Köllerer.
Für Martin Fischer war der als Nummer acht gesetzte Finne im Achtelfinale eine Nummer zu groß. „Auf alles, was ich probiert habe, hat er eine passende Antwort gehabt. Er hat nahezu fehlerlos gespielt und war heute einfach der bessere Spieler“, urteilte Fischer, dem sein Japan-Trip in den beiden vergangenen Wochen noch sichtlich in den Knochen steckte.
Pech hatte der topgesetzte Israeli Dudi Sela, der wegen einer Erkrankung zum fälligen Achtelfinale gegen Yannick Mertens (BEL) ebenso wenig antreten konnte wie sein ebenfalls erkälteter Landsmann Harel Levy gegen Michael Berrer (GER).